Hallo,
ich habe die Tage ein Buch von Alan Paton gelesen wo es um die Probleme der schwarzen Afrikaner in den 50er Jahre geht. Das Buch ist in den 50er Jahren geschrieben worden und ich habe eine Passage gefunden die irgendwie genau die heutige Situation beschreibt. Da Alan Paton die wohl etwas edlere Semantik aufweist als ich will ich den Auszug mal zitieren:
"(...)Von einem Tag auf den anderen leben wir, wir haengen noch mehr Schloesser an unsere Tueren, wir schaffen uns einen schoenen, scharfen Hund an, sobald des Nachbars schoene, scharfe Huendin Junge hat, und wir klemmen unsere Handtaschen fester unter den Arm; und auf die Schoenheit der Baeume bei Nacht, das Verzuecktsein Verliebter unter dem Sternenhimmel, darauf muessen wir eben verzichten. Wir verzichten darauf, durch mitternaechtige Strassen, so schoen betrunken nach Hause zu gehen, und auf den Abendgang uebers Feld im Sternenlicht verzichten wir. Wir werden immer auf der Hut sein und dies und jenes aus unserem Leben ausschalten und uns mit Sicherheit und Vorsicht umzaeunen. Unser Leben wird enger und aermer sein, aber es wird noch ein Herrenleben sein; und wenn schon in Furcht leben, so wird es wenigstens nicht die Furcht vor dem unbekannten sein. Und das Gewissen wird darniedergehalten; das Licht des Lebens wird nicht ausgeloescht, aber doch unter den Scheffel gestellt, und dort wird es behuetet fuer ein Geschlecht das einmal wieder davon leben wird, irgendwann, noch lange nicht; und wie es dazu kommen kann und wann, darueber wollen wir erst gar nicht nachdenken."
Hoert sich vielleicht schlimmer an als es ist, aber es ist wirklich so, man ist in einem wunderschoenen Land, traut sich es aber nicht zu erkunden.
Naja, sonst gehts uns gut, am Wochenende fahren wir Schnorcheln und Nilpferde anschauen.
Melden uns dann wieder,
Buffer +Anne
Mittwoch, 2. April 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen