Hallo,
Ich denke die Zeit im Ngwelezana Hospital war wirklich gut. Wir waren Teil des Teams, durften eine komplette Station selber betreuen, was teilweise wirklich hart war. Wenn jemand unheilbar krank war mussten wir mit den Angehoerigen sprechen, wir waren dafuer verantwortlich, dass der Patient auf beiden Beinen das KH verlässt. Aber wir haben dadurch denke ich auch shr viel gelernt, wir haben Lumbal-, Ascites-, Pleura- und sonstige Punktionen erlernt, ein Riesenspektrum an Herz und Lungengeraeuschen gehoert, usw.
Das schoenste war aber, wenn man sehen konnte, dass man sen Patienten, die oft sehr arm und aengstlich waren wirklich helfen konnte. Ich erinnere mich an eine Patientin, Pretty (die Zulus fragen immer ihre Vorfahren-Geister bevor sie ihren Kindern Namen geben und die sagen denen dann wie das Kind sein wird, deshalb gibt es Namen wie Motorcar, SMS, oder Matric exam), ein blindes Maedchen, was wirklich sehr krank kam und mit einem strahlenden Laecheln wieder aus dem Krankenhaus gegangen ist.
Frustrierend war aber eins: HIV. Ich wuerde sagen 80% der Patienten waren positiv, auf der Station habe ich 3 Patientinen unter 30 sterben sehen aufgrund von HIV-related diseases. Das schlimme ist, dass man diesen Patienten oft nicht mehr helfen koennen, da sie oft zu spaet kommen, ohne zu wissen, dass sie AIDS haben.
Umso ermutigender war es immer mal Patienten zu sehen, die negativ waren, denen man den Diabetes einstellt und wieder heimschickt.
Naja, alles in allem war es wirklich eine geniale Zeit auf der Station E, mal sehen ob der Rest unseres PJs auch so spannend wird (was ich zu bezweifeln wage, aber mal sehen).
Gruss
Buffer und Anne

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